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Samstag, 18.11.2017

August Vetter - Namensgeber unserer Schule

August Vetter

* 19. 02. 1887   † 15. 10. 1976


Professor für Psychologie an der Uni in München.


Persönlichkeit und Persönlichkeitsbildung war ein lebenslanges wissenschaftliches Thema von August Vetter.


Mit seinen Arbeiten über die personale Struktur des Menschen hat er tiefe Einsichten in das Gefüge der menschlichen Person vermittelt.

Leben und Werk

August VETTER wurde am 19. Februar 1887 in Elberfeld als ältestes von neun Kindern geboren. Seine Jugend war geprägt durch den frühen Tod seiner Mutter und eine materielle Familiensituation, die eine höhere Schule und Hochschulausbildung nicht ermöglichte. An der Kunstgewerbeschule in Elberfeld absolvierte er eine Ausbildung als Graphiker und Zeichner. Bis gegen Ende des ersten Weltkrieges war die Tätigkeit im künstlerischen Gewerbe die berufliche Grundlage zur Sicherung des Lebensunterhaltes.

1912 wird er durch ein Privatstudium zum Hörer der Universität München zugelassen. Er belegt die Fächer Philosophie und Psychologie. 1913 nimmt der Diederichs Verlag sein Erstlingswerk "Die dämonische Zeit" an, eine Abhandlung über die Relation von Raum und Zeit, unter gleichzeitiger Auseinandersetzung mit diesbezüglichen Auffassungen KANTs und BERGSONs.

Nach einer Veröffentlichung über NIETZSCHE (1926) für die "Geschichte der Philosophie in Einzeldarstellungen", hrsg. von Gustav KAFKA und einer Monographie über KIERKEGAARD mit dem Titel: "Frömmigkeit als Leidenschaft" (1928), wird er aufgrund der Befürwortung durch Gustav KAFKA 1930 zum Ehrendoktor der Tech­nischen Hochschule Dresden ernannt.

1932 bietet KAFKA ihm die Mitarbeit in seinem Institut an. Aus dieser Zeit resultiert eine enge Beziehung zu Philipp LERSCH, der zu der Zeit ebenfalls mit KAFKA in Dresden zusammenarbeitet.

1933 erscheint das kulturgeschichtliche Werk: "Mitte der Zeit - die Geschichtlichkeit des Geistes im Lichte der Menschwerdung Gottes". Im Gegensatz zum Bildgedanken einer ewigen Wiederkunft bei NIETZSCHE unterscheidet sich der Grundgedanke dieses Werkes durch seine Bindung an die christliche Zeitwende und ihren Anspruch auf Einmaligkeit. Die christliche Offenbarung steht dabei nicht im Gegensatz zur übrigen Geistesgeschichte; vielmehr bildet sie den Kern derselben, von dem diese ihren eigentlichen Sinn erhält. Ebenfalls 1933 wird VETTER wegen nichtarischer Versippung aus dem Hochschuldienst entlassen.